Friesische Inseln (Nordsee/Nordatlantik)

Die Friesischen Inseln sind eine Inselkette an der Nordseeküste, die durch das Wattenmeer vom Festland getrennt ist. Sie erstrecken sich vom niederländischen Holland bis zum dänischen Jütland. Die meisten Inseln sind Teil der historischen Region der Frieslande, andere wie die Dänischen Wattenmeerinseln liegen außerhalb des friesischen Besiedlungsgebietes, so dass der Begriff „Friesische Inseln“ hier allein ein geografischer ist. Die Friesischen Inseln sind in der Regel aufgebaut aus Watten, Strand, Dünen und Kern. Es kann zwischen Geest- und Marschinseln unterschieden werden. Es wird kaum noch Fischerei und Viehzucht betrieben, sondern zunehmend Tourismus und Küstenschutz. Sie gelten daher vor allem als Tourismusziel mit vielen Badeorten. Man unterteilt die Inselgruppe in drei kleinere Inselketten:

Nordfriesische Inseln

Die Nordfriesischen Inseln erstrecken sich von der Eidermündung bis nach Jütland und sind Teil von Nordfriesland und Dänemark. Die wichtigsten Inseln sind Sylt, Föhr, Amrum, Pellworm, und die Halligen. Nordstrand ist seit 1987 eine Halbinsel. Im weiteren Sinne zählen auch die dänischen Wattenmeerinseln wie Fanø, Rømø,Mandø und Langli zu den nordfriesischen Inseln. Sprachlich-kulturell ist auch Helgoland als nordfriesische Insel anzusehen.

 
Rømø Sylt
Amrum Föhr
Ostfriesische Inseln

Die Ostfriesischen Inseln reichen von der Ems- bis zur Wesermündung und sind Teil von Ostfriesland und dem oldenburgischen Friesland. Die wichtigsten Inseln sind Borkum und Norderney. Daneben gehören auch Baltrum, Juist, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge dazu.

Borkum Juist
 
Norderney Baltrum
Langeoog Spiekeroog
 
Wangerooge  
Westfriesische Inseln

Die Westfriesischen Inseln liegen zwischen Holland und der Emsmündung und sind Teil der niederländischen Provinzen Noord-Holland, Fryslân und Groningen. Die wichtigsten Inseln sind Texel, Vlieland, Terschelling, Griend, Ameland und Schiermonnikoog.

Texel Ameland

 

Wenn de Wind dör de Bööm weiht
un Gras nich mehr wassen deiht,
un geel al ward, denn kummt bald de Tied.
Wenn de Storm över’t Feld geiht,
wo lang schon keen Korn mehr steiht.
Un Mehl al ward, denn is bald sowiet.
Dat de Dag kötter ward un de Nach duert lang
un de Kinner vun Naber, de warn in Düstern bang.

Knut Kiesewetter