Belgische Ostkantone / Ostbelgien
(Bis 1920 Teil der Preußischen Rheinprovinz)

Deutschsprachige Gemeinschaft
Kantone St. Vith und Eupen
Eupen Wesertalsperre
Hohes Venn
   
Burg-Reuland    
Kanton Malmedy
(Französischsprachig)
Malmedy Burg Reinhardstein Botrange

 

Die belgischen Ostkantone (oft auch Ostbelgien genannt) umfassen historisch die Gebiete um Eupen, Malmedy und St. Vith. Durch den Vertrag von Versailles wurden sie 1920 von Deutschland (Teil der Preußischen Rheinprovinz) nach manipulierter Volksabstimmung an Belgien abgetreten. Die Region teilt sich heute in die Deutschspachige Gemeinschaft (Kantone St. VInth und Eupen) und den französischsprachigen Kanton Malmedy.

Die Deutschsprachige Gemeinschaft (DG) ist neben der Französischen Gemeinschaft und der Flämischen Gemeinschaft eine der drei Gemeinschaften des Königreichs Belgien und somit ein Gliedstaat des belgischen Föderalstaates. Die Gemeinden der DG liegen im Osten der Provinz Lüttich in der Wallonischen Region. Die DG umfasst neun Gemeinden mit rund 78.600 Einwohnern. Somit ist die DG die kleinste der drei politischen Gemeinschaften Belgiens. Ihre Entstehung geht auf die 1970 gebildete deutsche Kulturgemeinschaft und die Föderalisierung des bis dahin zentral regierten belgischen Staates zurück. Der Begriff Deutschsprachige Gemeinschaft ist historisch also nicht gleichzusetzen mit den Begriffen Ostbelgien und belgische Ostkantone, die auch das überwiegend französischsprachige Gebiet der Gemeinden Malmedy und Waimes einschließen.